Dolleseppler (Dollenseppler)
Es handelt sich um einen Sämling aus dem Ortenaukreis der von den Fachberatern Huber und Knühl in den 60er Jahren gesichtet wurde.
Aufgrund der positiven Eigenschaften wurde die Brennkirsche Dolleseppler, auch Dollenseppler genannt, zunächst in der regenreichen Vorbergzone des Schwarzwaldes angebaut, verbreitete sich aber später in den Brennkirschgebieten des mittleren und südlichen Schwarzwaldes und der Schweiz.
Die saftige und stark färbende Frucht lässt sich auch gut zur Saft- und Konservenherstellung verwenden, ebenso eignet sie sich gut zum Backen und Kochen.
Die Frucht reift in der 4. Kirschenwoche. Sie ist mittelgroß, tiefschwarz und herzförmig. Das dunkelbraunrote, mittelfeste bis weiche Fruchtfleisch ist sehr saftig und gut vom Stein lösend. Der Stiel ist mittellang und eher dünn.
Der Geschmack ist sehr süß, leicht bitter und aromatisch.
Das Wachstum des Baumes ist anfänglich stark. Charakteristisch sind steil aufwärts gerichtete Leitäste. Das Seitenholz ist dicht verzweigt, geht im flachen, aufwärts gerichteten Winkel von den Leitästen ab. Es ist ausreichend mit Bukettrieben und mittellangem Fruchtholz garniert. Charakteristisch sind breitkugelige und mittelgroße Kronen. Der Ertrag setzt im 3. bzw. 4. Standjahr schon mit beachtlich hohen Erträgen ein.
(Quelle: Götz/Silbereisen, 1989)
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